Kanadas Wirtschaft – Ein Überblick

Bergbau - Kanadas WirtschaftKanadas Wirtschaft hat das Land zu einem der wohlhabendsten Staaten der Erde gemacht und trotz seiner geringen Bevölkerungszahl ist es ein wichtiges Land im internationalen Handel. In dieser Funktion ist es auch in den wichtigsten Organisationen vertreten wie etwa die Welthandelsorganisation (WTO), der Weltbank, dem Internationalen Währungsfond (IWF) und der OECD.

Als Mitglied der G8- Staaten,gehört es zu den wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Die Arbeitslosigkeit ist allerdings auch nicht spurlos vorbeigegangen und Kanada ist ebenfalls auch anfällig für die weltweiten Finanzkrisen gewesen. Trotz allem wird die Infrastruktur weiter ausgebaut und bietet ein gutes Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystem. Der kanadische Dollar ist die nationale Währung des Landes. Gegenüber dem US$ zeichnet sich eine Aufwertung ab.

Insbesondere sind Banken und Versicherungen bei der Top 10 der wichtigsten Unternehmen des Landes vertreten. Gemeinsam mit den USA und Mexiko bildet Kanada die NAFTA, eine gemeinsame Freihandelszone in Nordamerika.

Besonders ausgeprägt ist in Kanada auch die Landwirtschaft. Besonders die Prärieprovinzen Manitoba, Saskatchewan und Alberta bieten riesige Anbaufläche für Weizen und andere landwirtschaftliche Produkte. Daneben werden auch insbesondere Rinder gezüchtet. Auch die Fischereiflotte und die Fischereizucht liefern Nahrungsmittel wie Lachs, Kabeljau, Hummer, Hering und andere Meerestiere, von denen ein großer Teil im Export landet. Auch wird Wein in Kanada angebaut, vornehmlich in Ontario, aber auch in British Columbia, Nova Scotia und Quebec.

Kanada ist ein rohstoffreiches Land und besitzt eine Wirtschaft mit modernen Industrien und einen leistungsfähigen Dienstleistungssektor. Bedeutende Rohstoffe auf kanadischem Gebiet sind unter anderem Erdöl, Erdgas, Gold, Uran und Nickel. Dazu gibt es auch noch recht bedeutende Vorkommen an Aluminium, Blei, Eisenerz und Zink.

Lore aus stillgelegter MineDie regionale Verteilung ist bei diesem großen Land sehr unterschiedlich. Kohlebergbau gibt es in Alberta, British Columbia und in der Provinz Nova Scotia. Die großen Vorkommen an Eisenerz befinden sich in Neufundland & Labrador sowie Quebec. Saskatchewan hat dagegen Uran, die Nordwest-Territorien Diamanten und in Neufundland & Labrador gibt es das größte Abbaugebiet von Nickel.

Die riesigen Wälder des Landes liefern den Rohstoff Holz, der u.a. auch zusammen mit der Wasserkraft perfekte Voraussetzungen für die Papierindustrie darstellt. Kanada ist Weltmarktführer bei Papier, Pappe und Holzschliff. Besonders auffallend ist auch die große Produktion von emissionsfreier Energie über Wasserkraft. Daneben gewinnt man Energie aus Windkraft, aber auch Gas, Öl und Kernenergie. Die meisten Kernkraftreaktoren befinden sich in der Provinz Ontario.

Weltbekannt sind mittlerweile die immensen Ressourcen an Athabasca-Ölsanden in Alberta, die das Land zur zweitgrößten Lagerstätte an Erdöl machen (nach Saudi-Arabien). In Neufundland gibt es Offshore-Bohrungen und eine zunehmend wichtige Gewinnung von Erdöl und -gas. Der Großteil (ca. 80%) der kanadischen Rohstoffexporte geht in die riesige Wirtschaft und Industrie der USA.

In Kanada ist ebenfalls der Dienstleistungssektor stark, die Dominanz ist jedoch durch die großen Rohstoffressourcen nicht so groß wie in anderen rohstoffarmen Ländern wie z. B. Deutschland. Beim Human Development Index der UNO schneidet Kanada regelmäßig mit vorderen Plätzen ab, oft auch als Spitzenreiter. Nicht zu vernachlässigen in dieser Betrachtung sind jedoch die regionalen Unterschiede.

Traditionell sehr wohlhabende Provinzen sind Alberta (hier gibt es Erdöl, Landwirtschaft, Tourismus und andere Industrie) und Ontario, die über das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf verfügen.
Um ein minimales Gleichgewicht zwischen den Provinzen herzustellen, gibt es auch in Kanada -ähnlich wie auch in Deutschland unter den Bundesländern Ausgleichszahlungen zwischen ärmeren und reicheren Provinzen. Insbesondere Quebec ist Nutznießer dieser Regelung, auch der Osten Kanadas ist in der Regel Empfänger von diesen Ausgleichsleistungen.

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